MDR AKTUELL - Meldungen um 12:30 Uhr


Scholz soll Kanzlerkandidat der SPD werden

Bundesfinanzminister Scholz soll SPD-Kanzlerkandidat für den Bundestagswahlkampf im nächsten Jahr werden. Wie Scholz auf Twitter mitteilte, hat ihn die Parteispitze heute nominiert. Er freue sich auf einen tollen, fairen und erfolgreichen Wahlkampf in einem starken Team. Die SPD ist damit die erste Partei, die ihren Kanzlerkandidaten benannt hat. Scholz war von 2011 bis 2018 Erster Bürgermeister der Hansestadt Hamburg. Sei 2018 ist er Vizekanzler und Finanzminister im Merkel-Kabinett. Bei der Union ist die Kanzlerkandidaten-Frage noch offen. In Umfragen werden dem bayerischen Ministerpräsidenten Söder die besten Chancen eingeräumt. Mögliche Kandidaten sind aber auch Nordrhein-Westfalens Regierungschef Laschet oder der ehemalige Fraktionschef Merz.


Corona: Sozialverband fordert neue Notfallsysteme für Familien

Der Sozialverband Deutschland hat neue Strukturen und Notfallsysteme speziell für Familien in Krisensituationen gefordert. Präsident Bauer sagte mit Blick auf die sozialpolitischen Auswirkungen der Corona-Pandemie, dazu zählten Anlaufstellen für Schutzausrüstung und ein personeller Notfallpool. In der jetzigen Phase seien wichtige externe Hilfen weggebrochen, Familien seien auf sich allein gestellt. Besonders Frauen litten unter der Mehrfachbelastung durch Beruf, Kinderbetreuung und oftmals Pflege von Angehörigen.


Staatssekretär: Reisen in Risikogebiete anzeigen

Der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Krings, ist dafür, dass Reisen in Corona-Risikogebiete dem Gesundheitsamt angezeigt werden müssen. Krings sagte der "Rheinischen Post", in diesem Fall könne man hinterher besser überprüfen, ob der Reisende seiner Testpflicht nachgekommen sei. Seit Sonnabend müssen sich Urlauber bei ihrer Rückkehr nach Deutschland auf das Coronavirus testen lassen, wenn sie in einem Risikogebiet Urlaub gemacht haben. Die Untersuchung ist bis zu drei Tage nach der Ankunft kostenlos.


RKI: 436 Corona-Neuinfektionen seit gestern

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland wieder leicht zurückgegangen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts haben die Gesundheitsämter innerhalb eines Tages 436 neue Fälle registriert. Die Zahl könnte allerdings noch korrigiert werden, weil an Wochenenden nicht alle Daten übermittelt werden. Vergangene Woche hatte der Wert an drei Tagen in Folge erstmals seit Mai wieder über der Marke von 1.000 gelegen.


Prozess gegen Missbrauchs-Verdächtigen

In Köln beginnt heute der Prozess gegen einen der Hauptverdächtigen um die Missbrauchsfälle in Bergisch-Gladbach. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 43-Jährigen unter anderem vor, seine 2017 geborene Tochter immer wieder sexuell missbraucht zu haben. Den überwiegenden Teil der Taten habe er fotografiert und gefilmt sowie diese Aufnahmen an Chat-Partner weitergeleitet. Inzwischen wird bundesweit gegen zahlreiche Beschuldigte eines weit verzweigten Pädophilen-Netzwerks ermittelt, darunter allein mehr als 80 in Nordrhein-Westfalen.


Hamburg: Kokain im Wert von 300 Mio. Euro beschlagnahmt

Im Hamburger Hafen haben Polizei und Zoll 1,5 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Nach Angaben der Behörden waren die Drogen mit einem Straßenverkaufswert von rund 300 Millionen Euro in einem Container zwischen Reissäcken versteckt. Der Reis stammte aus Guayana, einem Nachbarland von Kolumbien. In Kolumbien wird weltweit das meiste Kokain produziert. Der Fund gehört zu den größten Mengen von Kokain, die je in Hamburg sichergestellt wurden.