MDR AKTUELL - Meldungen um 14:00 Uhr


Höchste Terrorwarnstufe nach Attacke in Utrechter Straßenbahn

Nach Schüssen in einer Straßenbahn haben die niederländischen Behörden für die Provinz Utrecht die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. Laut Polizei wurden bei der Attacke mehrere Menschen verletzt, Medien-Berichte über einen Toten bestätigte sie zunächst nicht. Anti-Terror-Einheiten fahnden nach dem oder den flüchtigen Tätern. Die Menschen in Utrecht wurden aufgefordert, in ihrern Häusern bleiben. Schulen und die Universität von Utrecht schlossen ihre Türen. - Die deutsche Bundespolizei kontrolliert nun an der Grenze zu den Niederlanden verstärkt Straßen und Züge. Ein Sprecher sagte, alle verfügbaren Bundespolizisten sowie Polizeikräfte aus Nordrhein-Westfalen seien im Einsatz.


Chemnitz-Prozess: Verteidigung fordert Einstellung

Im Prozess um die tödliche Messerattacke von Chemnitz hat die Verteidigung die Einstellung des Verfahrens gefordert. Es gebe eklatante Ungereimtheiten und keine handfesten Beweise gegen den angeklagten Syrer. Er sei unschuldig und müsse freigelassen werden. Zuvor hatte die Verteidigung schon beantragt, die Unabhängigkeit des Gerichts zu überprüfen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, im vergangenen August bei einem Streit zusammen mit einem Iraker auf mehrere Männer eingestochen zu haben. Ein 35-jähriger Chemnitzer starb, ein weiteres Opfer wurde schwer verletzt. Der zweite Verdächige ist flüchtig.


Viele Interessenten für Batteriezellförderung

Mehr als 30 Unternehmen haben sich um die geplante Förderung für die Batteriezellfertigung in Deutschland beworben. Bundeswirtschaftsminister Altmaier sprach von einem vollen Erfolg. Zu den Interessenten gehörten die Automobilbranche, Batteriehersteller, Chemie- und Recyclingunternehmen sowie Forschungsinstitute. Man werde ihre Projektvorschläge nun schnell prüfen. Die Entwicklung effizienter Batterien gilt als Schlüsseltechnologie für die Umstellung auf Elektrofahrzeuge. Dominiert wird der Markt von asiatischen Produzenten. Die deutschen Autobauer und Zulieferer scheuen bislang die hohen Kosten für eine eigene Fertigung. Die Bundesregierung hat ihnen deshalb eine Anschubfinanzierung von einer Milliarde Euro in Aussicht gestellt.


Bibliotheksverband sieht Mängel bei EU-Urheberrechtsreform

Der Dachverband der deutschen Bibliotheken sieht die geplante EU-Urheberrechtsreform kritisch. Verbandspräsident Lorenzen sagte in Leipzig, bei der für Ende März geplanten Abstimmung im EU-Parlament sollten die Artikel 11 und 13 ausgenommen werden. Beide Passagen müssten noch einmal überarbeitet werden, um den freien Zugang zu Informationen im Internet zu gewährleisten. So dürfe es zur Prüfung urheberrechtlich geschützter Texte keine automatischen Upload-Filter geben. Auch bei der geplanten Bezahlung für Ausschnitte aus Pressetexten müsse es noch Änderungen geben. Der Verbandschef äußerte sich zum Auftakt des 7. Bibliothekskongresses, zu dem mehr als 4.000 Teilnehmer nach Leipzig gekommen sind.


Griechische Schüler demonstrieren gegen Perspektivlosigkeit

In Griechenland haben tausende Schüler demonstriert. Ihr Protest richtete sich gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit und geplante Änderungen für die Aufnahme in Universitäten. Die Demonstranten warfen den Politikern vor, junge Leute außer Landes zu treiben. Seit der schweren Finanzkrise sollen bereits mehr als 400.000 Griechen ausgewandert sein, darunter viele Ärzte, Ingenieure und andere Akademiker. Am Rande der Schülerdemo in Athen kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Vermummte warfen Brandflaschen auf Polizisten, diese setzten Tränengas gegen die Randalierer ein.

Zuletzt aktualisiert: 18. März 2019, 14:13 Uhr