MDR AKTUELL - Meldungen um 1:30 Uhr


Einigung bei Libyen-Konferenz in Berlin erzielt

Die Teilnehmer der internationalen Libyen-Konferenz haben sich auf Schritte zur Beilegung des Konflikts geeinigt. Das gab Bundeskanzlerin Merkel nach dem Gipfel in Berlin bekannt. Sie erklärte, das Waffenembargo solle eingehalten und stärker überwacht werden. Die Konfliktparteien sollten nicht mehr unterstützt werden. Es werde bald ein erstes Treffen geben, das die Grundlage für einen gefestigten Waffenstillstand schaffen solle. Aktuell gibt es in Libyen nur eine Waffenruhe. Merkel äußerte sich zurückhaltend über einen Bundeswehreinsatz in Libyen. Man dürfe jetzt noch nicht den übernächsten Schritt vor dem ersten diskutieren. UN-Generalsekretär Guterres sagte, man könne nichts überwachen, was noch nicht da sei. Erst wenn es einen Waffenstillstand gebe, müsse man über eine Überwachung nachdenken. Eine Lösung müsse von beiden Parteien akzeptiert werden.


Tschentscher kritisiert SPD-Führung

Hamburgs Erster Bürgermeister Tschentscher hat die SPD-Parteivorsitzenden Esken und Walter-Borjans kritisiert. Hintergrund ist deren Forderung nach einer Abkehr von der schwarzen Null. Der Sozialdemokrat sagte der Zeitung "Die Welt", eine Verschuldung zulasten der kommenden Generationen dürfe es nicht geben. Das Problem in Deutschland sei nicht fehlendes Geld, sondern zu langsame Planung und Umsetzung. - Die SPD-Vorsitzende Esken hatte am Freitag in Bremen erklärt, die schwarze Null müsse weg. Für Investitionen in den Bereichen Wohnungsbau, Bildung und Infrastruktur müssten notfalls auch Schulden gemacht werden.


Unicef kritisiert ungleiche Bildungsausgaben

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat die ungleiche Bildung in vielen Ländern kritisiert. In einer Studie haben Forscher Daten aus 42 Ländern untersucht. Dabei stellten sie große Unterschiede in vielen Ländern fest. Demnach geben Staaten für die Bildung der Kinder aus den 20 Prozent der reichsten Haushalte etwas doppelt so viel Geld aus wie für die aus den 20 Prozent der ärmsten Haushalte. Unicef-Chefin Fore sagte, Länder auf der ganzen Welt ließen ihre ärmsten Kinder im Stich.


Klimaschützer starten Protestmarsch nach Davos

In der Schweiz sind hunderte Klimaschützer zu einem Protestmarsch zum Weltwirtschaftsforum aufgebrochen. Die Tour dauert drei Tage. Sie führt von der Stadt Landquart nach Davos. Die Klimaschützer fordern die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums auf, Verantwortung für das Klima zu übernehmen. Die Schweizer Behörden hatten nur die ersten beiden Etappen genehmigt. Die Klimaschützer wollen auf Wanderwegen so weit wie möglich an den Tagungsort herankommen. - Auf dem Weltwirtschaftsforum diskutieren jedes Jahr Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über aktuelle globale Fragen.


SpaceX: Letzter Test mit Dragon-Kapsel

Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX hat eine Rakete kurz nach dem Start in Cape Canaveral kontrolliert explodieren lassen. Bei dem Test wurde ein Notfall-Rettungssystem der Dragon -Kapsel simuliert. Rund eine Minute nach dem Start hatte sich die Raumkapsel mit Puppen an Bord von der Rakete abgespaltet. Sie wurde anschließend von der Trägerrakete wegkatapultiert. Mit Fallschirmen fiel das Modul Richtung Erde und landete im Atlantik. SpaceX-Chef Musk sagte, nun sei der Weg geebnet für den ersten bemannten Dragon-Flug zur Internationalen Raumstation ISS.

Zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2020, 01:31 Uhr